Luftfilter - wofür?
Das liest man recht häufig in diversen Foren: "Kann ich nicht meinen Luftfilter einfach ganz weglassen?"
Die Antwort ist recht einfach: Ja, sicher kann man den Luftfilter weglassen.
Doch betrachten wir einmal die Funktionen, die ein Luftfilter erfüllen soll:
Filtern
Natürlich ist die Hauptaufgabe des Serienluftfilters die Reinigung der angesaugten Luft von Schwebepartikeln wie Staub oder Sand, da diese im Motor starken Verschleiß hervorrufen.
Durch das dichte Drahtgeflecht, das mit Öl benetzt ist, wird ein Großteil dieser störenden Partikel adsorbiert, d.h. an die Oberfläche des Filters angelagert.
Resonanz
Resonanz kennen die meisten Hobbytuner höchstens vom Auspuff, doch auch beim Luftfilter spielt sie eine Rolle:
Der Serienluftfilterkasten hat ein bestimmtes Volumen, das von Luft ausgefüllt wird. Dieses Volumen ist so abgestimmt, dass eine optimale Ansaugung der Luft stattfinden kann, da eine Rückstoßwelle und eine Ansaugwelle einander abwechseln und bei der Resonanzfrequenz die Luft optimal in Richtung Vergaser "pressen".
Was lernen wir daraus?
So viel zur grauen Theorie, doch was nehmen wir davon mit ins praktische Leben?
1.: Lasst eure Luftfilter so wie sie sind oder baut sie bei Tuning entsprechend der Vorgaben des Tuners um, denn der hat dann das Volumen neu berechnet.
2.: Finger weg von Ideen wie "ich bau mit jetz bei meinem Stino-50er mal den Luftfilter ab, dass der freier atmen kann" oder "ich verbau so einen pilzförmigen Tuningluftfilter, der hat mehr Durchlass". Das Ergebnis wären schnell verschlissene Garnituren und zu mager laufende Motoren. Wollen wir das?
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